Anne-Margaretha in Yankee Harbour!

28 Januar 2015

Mittwoch, 28 Januar 2015.
Anne-Margaretha in Yankee Harbour!
Anne-Margaretha in Harberton(Bild: Harberton)
Unser Start von Harberton aus war ganz gemütlich. Leichte Winde, Sonnenschein und Delphine begleiten uns im Beagle Kanal. Alle Neulinge haben grosse Erwartungen an die Antarktis aber zunächst einmal grossen Respekt vor der Drake Passage. Der erste Tag (Freitag) ist noch ruhig. Schnell haben sich alle an die Bordroutine gewohnt: Wache gehen, essen und schlafen, ein bisschen plaudern und lesen.
Am Samstag fällt das Barometer immer weiter und der Wind legt ab Mittag kräftig zu. Schon bald haben wir 45 kn Wind, in Spitzen über 50 kn (9-10 Bft). Für mich ist das spannend, da ich sonst immer ohne Windmesser unterwegs bin und nur grob anhand des Wellenbildes die Windgeschwindigkeit schätzen kann. Unter Sturmfock und gerefften Besan driften wir eine Weile Richtung SE. Anne-Magaretha liegt relativ ruhig in der groben See. Ich fühle mich sicher, hatte es mir schlimmer vorgestellt. Sogar das Kochen geht problemlos, nur leider wollen nicht mehr alle mitessen. Wir haben Glück, bereits am Abend schwächt der Wind wieder ab und um Mitternacht zum Wachwechsel können wir Fock und Grosssegel setzen. Der Sonntag ist ruhig und alle seekranken erholen sich wieder. Sehr hübsche, drollige Cape Petrels begleiten uns, ab und zu fliegen Albatrosse vorbei.
Auf Nachfrage bekräftigt Elaine ganz klar, dass sie die Reise nicht bereut. Sturmerfahrung, Seekrankheit und Leiden gehören für sie dazu. Diese Einstellung gefällt mir!
Montag Abend kommt der erste Gletscher und wenig später Land in Sicht – zunächst jedoch nur auf dem Radar, da dichter Nebel ist. Viel zu erkennen ist nicht, trotzdem sind alle an Deck und fotographieren den Gletscher. Zu Beginn unserer Morgenwache ab 04:00 Uhr früh haben wir bereits die South Shetland Islands, eine zu der Antarktischen Halbinsel zählende Inselgruppe erreicht. Ab und zu gibt der Nebel den Blick auf graue Felsen und Gletscher preis. So richtig einladend sieht das nicht aus aber es ist wie immer toll anzukommen. Der Wind legt schon wieder zu und es ist bitter kalt. Kurz vor 10:00 früh also genau nach 4 Tagen lassen wir in Yankee Harbour den Anker fallen. Wir sind angekommen – yeah!
Anne-Margaretha AntarcticaAm Nachmittag kommt die Sonne raus und wir machen die Schlauchboote für den ersten Landgang klar. Am Ufer warten Gentoo und Chinstrap Pinguine, Skuas, Crabeater und Antarktic Fur Seal auf uns. Buckewale haben uns bereits auf dem Weg hinher begleitet und schauen auch hier am Ankerplatz vorbei. Toll!

Jetzt freuen wir uns erstmal auf ruhige Nächte an sicheren Ankerplätzen und sind gespannt auf die nächsten Tage.

Gruesse an alle zuhause gebliebenen!

Astrid

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