Wie in der Nordsee

18 Mai 2008

18 mei 2008
Kurz vor Panama-Stadt, 03.00Uhr

OK – fast wie in der Nordsee. Es ist nämlich heiss. Und das mitten in der Nacht. Aber die Supertanker, auf die Heinz seit 3 Wochen wartet, ziehen zuhauf an uns vorbei oder kommen uns entgegen. Dazu weiss der Wind nicht so richtig, aus welcher Richtung er jetzt pusten soll, leider entscheidet er sich gerade immer für die falsche… Oder er lässt es gleich ganz bleiben. Meine Reise auf der Anne-Margaretha endet morgen in Panama. Das ist ein bisschen leider – wie Sam es auf deutsch ausdrücken würde.

Trotz der vielen, vielen Seemeilen, die wir in den letzten 3 Wochen zurückgelegt haben, haben wir viel mehr als nur Wasser gesehen. Klar, Galapagos mit seiner faszinierenden Tierwelt im Wasser und an Land war sicher der Höhepunkt. Aber so viele verschiedene Wale dicht beim Schiff, Delphine, fliegende Fische, Seevögel, Wasserschildkröten und Haie habe ich nie zuvor gesehen. Kein Tag war langweilig, immer gab es etwas zu entdecken. Zum Geniessen waren die herrlich gleichmässigen Winde von Arica bis Galapagos. Tagelang musste niemand eine Schot in die Hand nehmen… Das hat sich auf den letzten Meilen bis hierher allerdings geändert. Aber sonst hätten wir wohl auch vergessen, wie man eine Schot bedient oder das Gross setzt. Und mit aufziehenden Gewittern und kurzen aber heftigen Sturmböen muss das alles plötzlich auch ganz flott gehen. Eben doch irgendwie wie in der Nordsee.Ich grüsse zum letzten Mal alle, die die Reise der Anne-Margaretha verfolgen, und komme heim mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.
Live slow, sail fast,
Groetjes, Iris

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